Pre-Money und Post-Money
Anteil des Investors = Investment ÷ Post-Money
| Pre-Money | Investment | Post-Money | Anteil Investor |
|---|---|---|---|
| 1.500.000 € | 500.000 € | 2.000.000 € | 25 % |
| 2.000.000 € | 500.000 € | 2.500.000 € | 20 % |
| 4.500.000 € | 500.000 € | 5.000.000 € | 10 % |
Je höher die Bewertung, desto weniger Prozent muss das Team für das gleiche Geld abgeben. Deshalb ist die Bewertung einer der am härtesten verhandelten Punkte im Term Sheet.
Wie entsteht der Wert eines jungen Startups?
Bei etablierten Firmen rechnet man mit Gewinnen. Junge Startups haben oft noch keine. Ihre Bewertung ist deshalb vor allem eine Erwartung – und am Ende das, worauf sich Gründer:innen und Investoren einigen. Drei Denkweisen helfen dabei:
| Methode | Idee | Passt gut für |
|---|---|---|
| Multiples (Vergleichswerte) | Umsatz × ein Faktor, der für ähnliche Firmen üblich ist | Startups mit messbarem Umsatz |
| Venture-Capital-Methode | Vom erhofften Verkaufswert in einigen Jahren rückwärts rechnen | Wachstumsstarke Startups, VC-Runden |
| Qualitative Einschätzung | Team, Markt, Produkt, Traktion werden bewertet | Sehr frühe Phase ohne Umsatz |
Beispiel: Multiples
Ein Software-Startup macht 50.000 € Umsatz pro Monat, also 600.000 € im Jahr. Werden vergleichbare Firmen mit dem Achtfachen ihres Jahresumsatzes bewertet, liegt die Bewertung bei rund 4,8 Mio. €. Welcher Faktor „üblich" ist, hängt stark von Branche, Wachstum und Marktlage ab – eine Plattform mit hohen Margen bekommt einen anderen Faktor als ein Lieferdienst.
Beispiel: Venture-Capital-Methode
Ein Investor glaubt, dass das Startup in sieben Jahren für 50 Mio. € verkauft werden kann. Er möchte sein Geld verzehnfachen. Dann darf die Post-Money-Bewertung heute höchstens 5 Mio. € betragen (50 Mio. € ÷ 10). In der Praxis rechnen Investoren zusätzlich ein, dass ihr Anteil in späteren Runden noch verwässert wird.
Beispielzahlen zur Veranschaulichung, keine Marktdaten und keine Anlageberatung.